Physiotherapie in Dortmund

Unsere Physiotherapeutischen Leistungen im Überblick:

Physiotherapie

Ziel der Physiotherapie ist es, durch verschiedene Behandlungs­formen Schmerzfreiheit zu erreichen und die Mobilität zu verbessern bzw. zu erhalten.
Die einzelnen Behandlungsformen sind verschreibungspflichtige Heilmittel, die der Arzt unter Einbezug entsprechender Diagnostik verschreiben kann.

Kiefergelenkstherapie (CMD)

CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) ist ein Überbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Kiefergelenkfunktion.
Dabei handelt es sich um Schmerzen der Kaumuskulatur, Verlagerungen der Knorpelscheibe im Kiefergelenk und entzündliche oder degenerative Veränderungen des Kiefergelenkes.

Symptome der CMD

  • Verringerte Mundöffnung
  • Knackgeräusche im Kiefergelenk (beim Gähnen und Essen)
  • Zähneknirschen / Zähne aufeinanderpressen (Bruxismus)
  • Unerklärliche Zahnschmerzen
  • Unerklärliche Ohrenschmerzen
  • Tinnitus
  • Schluckstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen
  • Hüft- und Knieschmerzen
  • Sprachstörungen

Krankengymnastik allgemein

Krankengymnastik ist ein Bestandteil einer ärztlich verordneten Therapie und richtet sich nach dessen Diagnose.

In der Krankengymnastik wird vornehmlich die Eigentätigkeit des Patienten zu Heilzwecken genutzt. Therapeutische und rehabilitative Ziele sind vor allem Hilfen zur Entwicklung, zum Erhalt und zur Wiederherstellung aller Funktionen, die zu einem reibungslosen Bewegungsablauf führen.

Die angewandten Verfahren sind spezielle krankengymnastische Techniken, für den Patienten dosierte Bewegungsformen aus Sport, Gymnastik sowie Bewegungsabläufe aus den Alltagsbewegungen.

Lern-, Übungs- und Trainingsprinzipien zur schadlosen Leistungssteigerung wurden aus dem Sport und der Sportmedizin übernommen.

Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage (KG-ZNS)

Unter KG-ZNS versteht man eine neurologische Krankengymnastik, welche nach Bobath, Vojta oder PNF durchgeführt werden kann.
In unserer Praxis wird vornehmlich nach der PNF-Methode gearbeitet.

Propriozeptive Neuromuskuläre Faszilitation (PNF)

PNF ist eine spezielle Form der Krankengymnastik, bei der es insbesondere auf die gleichzeitige Gabe taktiler, visueller und akustischer Reizsetzungen auf den Körper durch den Therapeuten ankommt.
Durch die gezielten Dehn- und Druckreize werden in festgelegten diagonalen Bewegungsbahnen dreidimensionale spiralige Bewegungen durchgeführt, worauf die Muskulatur dann je nach Zielsetzung mit Anspannung oder Entspannung reagiert. Hierdurch können verloren gegangene oder falsche Bewegungsmuster vom Körper wieder neu erlernt und aufgebaut werden.

Indikationen

Hauptsächlich bei Störungen des Bewegungs- und Stützapparates bei:

  • Wirbelsäulenbeschwerden
  • Rheuma
  • Verletzungen (Sportunfälle, etc.)
  • Nach Gelenkoperationen
  • Schlaganfall
  • Querschnittslähmung
  • Multipler Sklerose
  • Morbus Parkinson

Die ärztliche Verordnung ist bei Patienten der gesetzlichen Krankenkassen unter „KG-ZNS“ möglich.

Definition Propriozeptive Neuromuskuläre Faszilitation (PNF)

PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Faszilitation) ist ein Behandlungskonzept welches folgendermaßen definiert ist:

P: Ein Propriozeptor ist ein Geweberezeptor, der auf Stimulus (Reize) aus dem umgebenen Gewebe reagiert. Propriozeptoren sind in Sehnen, Muskeln und Gelenken zu finden.

N: Neuromuskulär bezieht sich auf das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln.

F: Faszilitation bedeutet Erleichterung und Forderung durch den manuellen Kontakt des Therapeuten. Dabei wird durch einen gewissen Druck dem Patienten gezeigt, wohin er die Muskelspannung halten (statisch) bzw. sich bewegen soll (dynamisch).

Krankengymnastik am Kipptisch (tilt table)

Der Kipptisch ist ein speziell entwickelter Tisch, um Patienten von einer horizontalen in die vertikale Position zu bringen. Dabei ist der Tisch ist in seiner Kippstellung zwischen 0 und 90° stufenlos einstellbar.
Durch Gurte (passiv) oder Fixierung (aktiv) durch den Therapeuten, ist es Dank des Kipptisches möglich, z. B. muskulär geschwächten und/oder gelähmten Patienten das Stehen zu ermöglichen – und Schlaganfall-, MS- und Parkinson-Patienten bietet sich so die Chance, wieder aus dem Rollstuhl heraus zu kommen.

Der Patient belastet z. B. nach einem Schlaganfall nur das gesunde Bein, da er das andere Bein nicht mehr über das Gehirn steuern kann. Mit Hilfe des Kipptisches wird dann schrittweise das „kranke“ Bein belastet, sodass eine Rückkopplung – gleichsam als neue „Kontaktanbahnung“ – an das Gehirn gegeben werden kann.

Wichtig ist, dass die Behandlung am Kipptisch im Frühstadium nach einem frischen Schlaganfall erfolgt. So ist es möglich, durch eine intensive physiotherapeutische Behandlung aus dem Rollstuhl rauszukommen und wieder zu laufen.

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine komplexe Enstauungsbehandlung im Bereich der physikalischen Therapie. Ziel der Lymphdrainage ist die Entödemisierung des Gewebes durch das Lymph- und Venensystem.

Ödeme

Ein Ödem ist eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung in einem bestimmten Körperabschnitt, welche sich aus eiweißhaltigen Substanzen, sowie Fetten, Zellpartikeln, Wasser, teilweise auch Viren und Bakterien zusammensetzt.

Große Bedeutung hat die Lymphdrainage bei Krebspatienten erlangt, weil es aufgrund von Lymphknotenentfernungen zu schmerzhaften Ödemen gekommen ist.

Für Patienten die zu Ödemen neigen

  • Überanstrengungen und Übermüdung vermeiden, sie verstärken das Ödem
  • Überwärmung und Unterkühlung sollten vermieden werden, es kommt zu einem stärkeren Blutzufluss = Ödemvergrößerung
  • Verletzungen führen zum Blutaustritt = Infektionsgefahr = Ödemvergrößerung
  • Kräftige Massagen und zerrende gymnastische Bewegungsübungen führen zu Gewebsverformungen und somit zu einer Mehrdurchblutung des Gewebes. Es könnte zu einer Ödemvergrößerung kommen
  • Intervalltraining und Hochlagerung wirkt sich positiv auf das Ödem aus

Die Manuelle Lymphdrainage ist vereinfacht ausgedrückt eine „Entstauungstherapie“, um mit kreisenden Bewegungen und Ausstreichungen bei gestauter Flüssigkeit den Lymphabfluss zu steigern und den venösen Blutrückfluss zu verbessern.
Durch das Streichen des Gewebes, wird die im Gewebe angesammelte Flüssigkeit wieder zurück in die Blutbahn geführt und kann dann über die Nieren ausgeschieden werden. Die Folge ist eine Entstauung des zu behandelnden Gebietes.

Indikationen

  • Brustkrebs
  • Elephantiasis
  • Venöser Insuffizienz (CVI)
  • Frakturen (Knochenbrüchen)
  • Verstauchungen
  • Lymphstauungen infolge eines Schlaganfalls

Zirka 70.000 bis 75.000 Frauen erkranken jährlich an Brustkrebs. Je nach Größe und Wachstum des Tumors werden bei einer Operation Lymph­knoten teilweise oder ganz entfernt. Die Folge ist, dass der Arm anschwillt, da die Lymphflüssigkeit nicht mehr abfließen kann. Abhilfe und Erleichterung kann die Manuelle Lymphdrainage schaffen.

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine Behandlungstechnik innerhalb der Physiotherapie, welche sich auf die Wiederherstellung von Funktionsstörungen am Bewegungsapparat konzentriert.

Es handelt sich hierbei um spezielle Griff- und Behandlungstechniken, die je nach Befund zur Schmerzlinderung, Mobilisation und Bewegungs­verbesserung eingesetzt werden.

Wirbelsäule Fit Today